Im Totenbuch des Aachener Marienstifts wird 1219 erwähnt, dass der Schöffe Gerardus de Helrode verstorben ist. Dies ist die erste urkundliche Erwähnung Hehlraths.

Hehlrath gehörte vom 18. Jahrhundert bis 1859 zu Eschweiler und bildete von 1859 bis 1972 zusammen mit Kinzweiler und St. Jöris die aus Eschweiler ausgegliederte Gemeinde Kinzweiler im Kreis Aachen. 1950 fiel der alte Hehlrather Ortsteil Velau den Braunkohlebaggern zum Opfer. 1972 kam die Gemeinde Kinzweiler im Rahmen der kommunalen Neugliederung wieder zu Eschweiler.

So fanden sich 1897 auf dem Fruchtspeicher des heutigen Wachlokals "Hexenhaus" einige Karnevalsjecken - wahrscheinlich die "Hähle Prame" und der "Ochsenclub" -, damals noch auf Strohballen sitzend, zur Gründung einer Karnevalsgesellschaft zusammen. Das Wappentier, eine Kuh, war schnell gefunden; denn schließlich handelte es sich bei Hehlrath noch um ein richtiges Bauerndorf, welches für seine Zuchterfolge bekannt war.

Die "Ulker", wie man die Mitglieder der KG nannte, bemühten sich mit wenigen Mitteln Kappensitzungen und Fastnachtsveranstaltungen aufzuziehen. Kappensitzungen wur-den auf dem vorstehend erwähnten Fruchtspeicher veranstaltet. Da nicht so viele Sitzgelegenheiten vorhanden waren, stellt man den Zuschauer Fruchtsäcke als Sitzgelegenheit zur Verfügung.

Erst 1968 erhielt das Wappentier den Namen "Billa" in Anlehnung an ihre Taufpatin Sibilla Mostert, deren Ehemann Robert von 1953 bis 1968 General des Husarenregiments war.

So ist bis heute die Kuh "Billa" das Karnevalssymbol Hehlraths.

In 1978 wurde richtungsweisend für die Zukunft der Gesellschaft beschlossen, dem Karnevalskomitee der Stadt Eschweiler beizutreten.

1997 wurde im Rahmen der Feierlichkeiten zum 100-jährigen Jubiläum der Gesellschaft zu Ehren unseres Symbols ein Denkmal gegenüber dem Ehrenfriedhof an der Oberstraße aufgestellt. Hier geht nochmals ein großer Dank an die Sponsoren, ohne deren Unterstützung dies nicht möglich gewesen wäre.